Verantwortung übernehmen

diesmal sozial.

1/15/2024

Jane

Viele Welten in einem Kreis um ein Gesicht herum.

Nicht nur Arbeitnehmende sollen nach New Work die Möglichkeit bekommen, Verantwortung zu übernehmen (siehe: mit Verantwortung im Job). Auch die Unternehmen sollten Verantwortung übernehmen, und zwar nicht nur innerhalb ihrer Grenzen, sondern auch jenseits dieser.

Das fünfte Prinzip ist die soziale Verantwortung und behandelt genau dieses Konzept. Verantwortung innerhalb, aber auch gerade außerhalb der eigenen Grenzen.

Was genau New Work ist? New Work ist ein Konzept von Frithjof Bergmann, welches von Markus Väth adaptiert und für die Unternehmen der heutigen Zeit nutzbar gemacht wurde. Weiteres zu dem Ursprung von New Work erfährst du in dem Blogbeitrag „40 Jahre New Work?“.

Grundsätze der sozialen Verantwortung

Unternehmen, die New Work praktizieren, sehen sich nicht als Einzelkämpfer, sondern in einem Geflecht, einem Netzwerk, von anderen Unternehmen. Sie möchten in einem fairen Wettbewerb konkurrieren und schmutzige Tricks sind ihnen fremd. Deshalb ist ein Prinzip der sozialen Verantwortung das Verfolgen des Grundsatzes des ehrbaren Kaufmanns. Nach diesem, „übervorteilen sie ihre Partner, Lieferanten und Kunden nicht und gehen transparent mit eigenem Fehlverhalten um“ (Humanfy).

Dabei wissen die Firmen, wie hoch der Stellenwert der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung nicht nur für ihre Arbeitnehmenden, aber auch für ihre Partner:innen **und Kund:innen ist. Im Sinne des fünften Prinzips wird auch von dem Grundsatz des nachhaltigen und ökologischen Wirtschaften gesprochen. Wobei ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen und der Schutz der Umwelt ausschlaggebend ist.

Darüber hinaus zeichnet sich dieses Prinzip auch durch das regionale Engagement des jeweiligen Unternehmens aus. Das oberste Ziel des regionalen Engagements ist die Verbesserung „das Leben der Menschen über die Organisationsgrenzen hinweg“ (Humanfy). Konkret in dem sie sich in der Gesellschaft, Wissenschaft, Technologie oder Kultur engagieren.

Durch das Umsetzen der Prinzipien um New Work, können Unternehmen die nachhaltige Transformation an ihrem eigenen Arbeitsort umsetzen. Besonders, da New Work ein wertebasierter Ansatz ist und damit erwarten auch die Mitarbeitenden ein besonderes Wertegerüst, um die Prinzipien um New Work auch umsetzen zu können. Keine Kultur der Missgunst, des Sanktionierens von Fehlern oder der Kontrolle kann zu einem Konstrukt, wie New Work führen. Da das erste Prinzip, die Freiheit ist, die durch die Verantwortung im zweiten Schritt unterstützt wird, über den Sinn der eigenen Arbeit hin zur Weiterentwicklung des Unternehmens und der Mitarbeitenden geht. Um diese Transformation zu schaffen, braucht es Vertrauen, Wohlwollen, eine Kultur der Fehler – denn Fehler sind menschlich und Organisationen werden genau von ihnen geführt – von Menschen. Man kann noch weitergehen und sagen, dass die Kultur von New Work auch immer an den Zeitgeist der jetzigen Generation geknüpft ist und diese wünscht sich „Nachhaltigkeit, Rücksichtnahme, Achtsamkeit, Sinnhaftigkeit und weniger Ausbeutung, Profit, Gewinn, Konkurrenz“ (Shell Deutschland, 2019).

Soziale Verantwortung bei GEPROG

Auch wir bei GEPROG, dem Unternehmen hinter Bookyp, fühlen uns den Prinzipien von New Work verpflichtet. Schließlich wurden wir aus dem Grund gegründet: um eine für uns bessere Art des Arbeitens zu schaffen, auszuprobieren und Anderen zu ermöglichen. Unsere Mitarbeitenden genießen die Freiheit, ihre Arbeit von überall verrichten zu können und tun dies in einer Unternehmenskultur, in der Fehler machen und aus diesen lernen erwünscht ist.

Wir übertragen jedem Mitarbeitenden zu aller erst die Verantwortung, sich den besten Arbeitsort auszusuchen. Darüber hinaus entscheiden wir seit gut einem halben Jahr alle gemeinsam über die Zukunft der Firma. Dafür werden für jede Entscheidung Wahlen abgehalten, wobei jedem selbst überlassen ist, ob er oder sie die Möglichkeit der Wahl annimmt. Dies hat auch die Kommunikation und Transparenz in unserem Unternehmen enorm! gesteigert. Jedoch kann die Verantwortung noch weiter gesteigert werden. So hat jede oder jeder immer die Möglichkeit eigene Ideen für die eigene Weiterentwicklung anzubringen. Ob man die Teamleitung einmal für eine Zeit übernehmen möchte, in andere Projekte oder sogar in andere Bereiche im Unternehmen (beispielsweise von Development zu Marketing) reinschnuppern möchte. Darüber hinaus versichern wir uns in halbjährlichen Feedbackgesprächen der momentanen Probleme, Wünsche und Vorlieben unserer Mitarbeitenden und versuchen die Situation von jedem oder jeder zu verbessern. Dadurch schaffen wir Sinn und Weiterentwicklungspotential für jeden einzelnen in unserem Unternehmen.

Dieses Weiterentwicklungspotential möchten wir weitergeben, somit unterstützten wir im Jahr 2022 und 2023 die Hacker School bei einem Workshop, um jungen Menschen das Programmieren näherzubringen. Dies hat uns so viel Freude bereitet, dass wir auch dieses Jahr wieder unser Wissen für diese tolle Aktion zur Verfügung stellen werden.

Unser Wissen stellen wir aber nicht nur gerne für die Weiterbildung der Jugend zur Verfügung, sondern auch zur Unterstützung anderer Unternehmen. Deshalb haben wir im Jahr 2022 auch zwei Netzwerktreffen abgehalten. Eines, um Jungunternehmen zusammen zubringen, damit man sich über alles austauschen und einander Hilfe anbieten kann. Das Zweite, damit sich Coworking Spaces austauschen können. Falls du mehr über die Pains und Gains von Jungunternehmen oder Coworking-Spaces erfahren möchtest, dann klick auf die Links.

Das ist uns aber nicht genug, wir möchten auch überregional andere unterstützen. Deshalb spenden wir an Open Source Projekte und andere Organisationen. Dadurch möchten wir unsere Anerkennung für diese Unternehmen und Einzelpersonen zum Ausdruck bringen. Dabei sponsern wir Open Source Projekte, die wir auch in unserem täglichen Arbeitsleben nutzen. Open Source sind codebasierte Projekte, die das Leben für andere Entwickler einfacher machen, da man diese kostenlos nutzen kann. Man kann es sich wie einen Baustein in seinem eigenen Projekt vorstellen, auf den man aufbauen kann. Dafür bekommt der Entwickler kein Geld von den Nutzenden. Deshalb haben wir uns dafür entschieden gerade diese Menschen zu unterstützen durch monatliche Spenden. All unsere Ansichten, unser Wissen, unser Wunsch für die Zukunft der Arbeit haben wir in die Idee einer App gegossen – Bookyp. Bookyp ist entstanden, um uns die Möglichkeit zu geben, überall einen Arbeitsplatz zu buchen. Wir möchten ein Netzwerk kreieren, das von Kollaboration und den Werten von New Work lebt. Warum ein Netzwerk? Reicht nicht das einfache Tisch-Buchen in (m)einem Unternehmen aus? Nein.

Der ursprünglich der Informatik entlehnte Begriff des Netzwerks und seine Eigenschaften (u. a. Dezentralität, Resilienz, Reagibilität, Aufgabenteilung) kann auch auf die Art des Zusammenarbeitens zwischen Menschen angewendet werden.

(Acar, Küper & Wintermann, 2020)

Denn durch Netzwerke können Potenziale für die Ressourceneinsparung offengelegt werden. Im Sinne der sozialen Verantwortung verursacht gerade Pendeln „massive Gesundheits- und Umwelt- wie auch Mobilitätskosten“ (Acar, Küper & Wintermann, 2020). Dabei kann Coworking einen Lösungsansatz darstellen und die eben genannten Kosten senken.

Bookyp soll dabei helfen, ein solches Netzwerk aufzubauen. Dafür haben wir eine Karte eingebaut, die alle Coworking Spaces in der Nähe verzeichnen soll. Momentan arbeiten wir an einer Datenbank, die alle Coworking Spaces in Deutschland verzeichnen soll. Damit man von überall aus arbeiten kann. So kann man sofort einen Platz buchen und gleich mit der Arbeit beginnen – und vielleicht ein neues privates Netzwerk zu Gleichgesinnten aufbauen.

Jedoch möchten wir auch die Zusammenarbeit in privaten Büros mit unserer App unterstützen. Damit auch kleine Unternehmen von dieser App profitieren, können bis zu 10 Personen die App kostenlos nutzen. Bookyp kann dir und deinem Unternehmen helfen, Arbeitsplätze im Voraus zu buchen, Zusammenkünfte im Büro zu planen, Freiheiten zu gewähren – vielleicht arbeite ich heute in einem Coworking Space -, die Kapazitäten der eigenen Arbeitsfläche zu analysieren und attraktiver für neue Mitarbeitende zu werden.

Probiere Bookyp noch heute aus.

Quellen

Acar, A.; Küper, M.; Wintermann, O. (2020): Nachhaltigkeit und Arbeit – Mit digitalen Lösungen analoge Probleme lösen. In: J. Nachtwei & A. Sureth (Hrsg.), Sonderband Zukunft der Arbeit (HR Consulting Review, Bd. 12, S. 22-25). VQP.

Humanfy: New Work Charta.

Grothe, A. (2012): Nachhaltiges Wirtschaften für KMU.

Shell Deutschland (2019): Shell Jugendstudie 2019. Zusammenfassung.

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Nachhaltigkeit
Gemeinschaftsstärkung
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